Travellog: Indonesia
Ein Jahr voller Vorfreude und nun war es endlich so weit.
Bali, ich komme! Mich über alle Warnungen, Sorgen und Ängste von Verwandten,
Bekannten, Freunden hinwegsetzend und den allzu oft gehörten Satz „Du bist doch
verrückt“ ignorierend ging es nun endlich für 3 Wochen ans andere Ende der
Welt. 19 Stunden dauerte der Flug mit
Thai Airways von Frankfurt aus über Bangkok nach Denpasar. Die Flüge und die
ersten 2 Nächte waren auch schon das einzige, was ich im Voraus gebucht hatte. Den
Rest wollte ich dann nach Lust und Laune ergänzen. Ich wollte weder an feste
Orte und Zeiten noch an Ausflugsziele gebunden sein, sondern mich einfach vom
Wind treiben lassen.
Kuta war dann also meine erste Anlaufstation zum ankommen
und um mich vom Jetlag erholen zu können. Das Highlight hier: Definitiv das
Hotel „Llyoid’s Inn“. Als Instagram Hotspot gehypt hat es die Erwartungen auch
mehr als erfüllt. Von schwimmenden Hängematten über Luftbrücken und Schaukeln
an der Bar zu Duschen im Freien. Das lässt jedes Influencer-Herz höherschlagen
und so war dort auch die Klientel. Typisches Bild: Frau, bis ins letzte Detail
gestylt mit Selfie-Stick oder ganz professionell mit Freund/persönlichem
Fotografen. Natürlich habe auch in die Location für das ein oder andere
Yoga-Bild genutzt, wenn man schon mal da ist😉
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| Llyoid's Inn |
Nach dem ich mich etwa das fünfte Mal in den Gängen des
Hotels verlaufen hatte gelangte ich auch endlich mal nach draußen und innerhalb
von ein paar Gehminuten auch zum Kuta Beach. Pünktlich zu meinem ersten
balinesischen Sonnenuntergang. Zwischen Strandbars mit Livemusik und coolen Surfer
Boys hatte ich dann endlich das Gefühl angekommen zu sein. Mein zweiter Tag
startete mit einem farbenfrohen Frühstück und den absolut empfehlenswerten
Dadar Gulungs. Das sind grüne Pfannenkuchen-ähnliche Teigrollen mit
Kokosfüllung. Ja, es schmeckt genau so lecker wie es klingt! Danach startete
ich eine Runde durch Kuta, stöberte durch kleine Lädchen, machte erste
Bekanntschaften mit den Locals und genoss meine erste Whole Green Coconut im
Warung Beach Bowl Bali und dazu eine Smoothie Bowl mit Liebesbotschaft. So kann
es gerne weiter gehen😊 Da Kuta, wie vermutet, doch sehr touristisch
und fast schon Ballermann-artig ist verbrachte ich den Abend im hoteleigenen
Pool, liegend auf der schwimmenden Hängematte und plante meine Weiterreise nach
Ubud.
Die Fahrt dorthin war schon geklärt. Deva, der Fahrer, der
mich schon vom Flughafen abgeholt hatte, hat mich so mit seiner Freundlichkeit,
seinem liebenswerten Wesen und seinen spontanen Gesangseinlagen überzeugt, dass
ich ihn auch wieder für die Fahrt nach Ubud kontaktierte. Ihn werde ich mir auf
jeden Fall auch für meine nächste Reise merken. In meiner neuen Unterkunft, dem
Bisma Jaya Bungalow ließ ich mich zwischen bunt leuchtenden Tropenpflanzen und
dem Pool mit Blick in den Dschungel von meinem Homestay- „Father“ inspirieren
und beraten, was man sich hier in der Umgebung auf keinen Fall entgehen lassen
sollte.
Dazu gehörte u.a. die Sunrise Trekking Tour auf den Mount Batur. Dafür wurde ich nachts um 2 Uhr direkt von meinem Homestay aus abgeholt. Mit einer Truppe von vier weiteren Reisenden und einem Guide ging es dann für etwa zwei Stunden im Dunkeln steil bergauf. Pünktlich zum Sonnenaufgang erreichten wir die Spitze des Vulkanes. Und die Aussicht von dort oben war einfach unglaublich. Mir verschlägt es immer noch den Atem, wenn ich daran denke. Wie die Sonne langsam über den Wolken auftauchte, den Himmel und die Berge in sämtlichen Farben erstrahlen lies… Ein Anblick, den ich definitiv nie wieder vergessen werde! Das ließ mich die Kälte hier hoben fast gänzlich vergessen. Das und die heiße Schokolade, die wir von unserem Guide bekamen. Diese Tour gehört auf jeden Fall zu den Highlights meiner Reise und ich kann sie wirklich jedem wärmstens ans Herz legen, der hier mal unterwegs sein sollte.
Dazu gehörte u.a. die Sunrise Trekking Tour auf den Mount Batur. Dafür wurde ich nachts um 2 Uhr direkt von meinem Homestay aus abgeholt. Mit einer Truppe von vier weiteren Reisenden und einem Guide ging es dann für etwa zwei Stunden im Dunkeln steil bergauf. Pünktlich zum Sonnenaufgang erreichten wir die Spitze des Vulkanes. Und die Aussicht von dort oben war einfach unglaublich. Mir verschlägt es immer noch den Atem, wenn ich daran denke. Wie die Sonne langsam über den Wolken auftauchte, den Himmel und die Berge in sämtlichen Farben erstrahlen lies… Ein Anblick, den ich definitiv nie wieder vergessen werde! Das ließ mich die Kälte hier hoben fast gänzlich vergessen. Das und die heiße Schokolade, die wir von unserem Guide bekamen. Diese Tour gehört auf jeden Fall zu den Highlights meiner Reise und ich kann sie wirklich jedem wärmstens ans Herz legen, der hier mal unterwegs sein sollte.
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| Sonnenaufgang auf dem Mount Batur |
| Reisfelder von Ubud |
Nach dem ich die Aussicht dort oben mit einer Kokosnuss im
Café Pomegranate genoss kam ich endlich am berühmten Ubud Yoga House vorbei.
Dort meldete ich mich direkt für drei Kurse an: Sunset Yoga, Mindfulness
Meditation und Jungle Yoga. Die ersten beiden Kurse fanden am nächsten Tag
statt. Was für eine tolle und inspirierende Erfahrung. Bei Sonnenuntergang mit
Blick auf die Reisfelder brachte Nina in ihrem anderthalb-stündigen Vinyasa
Flow wieder jede Faser meines Körpers in Schwung, gerade nach der Tour auf den
Batur war das bitter nötig und absolut wohltuend. Direkt im Anschluss wurde es
dann spirituell mit Sheila bei der Mindfulness Meditation. Innerhalb von 1 ½
Stunden brachte sie der Gruppe verschiedene Meditationstechniken zur Beruhigung
und Entspannung des Geistes, der Gedanken näher. Neben der Anwendung von bekannten
Atemtechniken meditierten wir u.a. auch mit Hilfe der Wirkung von tibetischen
Klangschalen, den Geräuschen der Umgebung oder mit der Methode des
Körper-Scannings. Ziel dieser Einheit war es, dass jeder für sich die beste Technik
findet, um sich im stressigen Alltag Zeit für sich nehmen zu können. Zeit seinen
Kopf einfach mal frei von sämtlichen Gedanken machen zu können, um zu
entspannen, neue Energie zu tanken und sich einen neuen, frischen Fokus setzen
zu können. Nach der Stunde informierte ich mich noch bei Sheila über das
Yoga-Teacher-Training. Das wäre ein wahrgewordener Traum, wenn ich das hier
machen könnte, vielleicht im nächsten Jahr 😉.
Tiefentspannt, inspiriert und voller
Achtsamkeit startete ich in den nächsten Tag.
Die nächste, mir empfohlene Tour stand an. Zuerst ging es zu
der Tegallalang Rise Terrace.Zur Nebensaison hält sich der Tourismus hier noch sehr in Grenzen, dennoch werden hiervon natürlich auch wieder viele Insta-Hotspot-Jäger angezogen. Weiter ging es zur Agro Santi Coffee Plantage, bei welcher ich über die Herstellung des teuersten Kaffees der Welt, dem Luwak, aufgeklärt wurde. Über die Grenzwertigkeit dessen, auch was die Haltung der Schleichkatzen betrifft lässt sich streiten. Abgesehen davon konnte ich hier aber auch verschiedene Kaffee- und Teesorten verköstigen. Die nächste Station war der Pura Tirta Empul, ein balinesischer Wassertempel. Hier ließ ich mich in den heiligen Quellen „reinwaschen“, so der Brauch. Leider hat auch dieser Ort durch die vielen Touristen nicht mehr viel mit Spiritualität zu tun. Ich musste das Getümmel um mich herum schon vollkommen ausblenden können, um die Magie dieser Tempelanlage spüren zu können.
Wenn man allerdings so eine Erfahrung wie ich hier macht, verschwindet die Spiritualität auch dann. Von einem Mönch, der sich freundlicherweise als Guide angeboten hat in der Umkleide bedrängt zu werden ist nun mal nicht die Tempelerfahrung, die ich mir gewünscht hatte. Noch etwas perplex ging es dann weiter zum nächsten Tempel, dem Pura Gunung Kawi. Entlang von 300 Stufen zwischen Felsen und Reisfeldern erstreckt sich dieser riesige und wunderschöne Tempelkomplex. Unten angekommen fand ich nach Überquerung einer kleinen Brücke die überlebensgroßen, in Felsen eingemauerten Statuen vor, welche die berühmten Königsgräber schmücken. Von dort aus konnte ich schon die Klänge der Bambusflöten, Metallophone, Rasseln und Trommeln hören. Wenn man Glück hat, wie in meinem Fall, kann man sich dort den traditionellen balinesischen Tanz in seiner ursprünglichsten Form und in authentischer Umgebung anschauen.
Da er dort noch zu rituellen und nicht nur zu touristischen Zwecken aufgeführt wird, kam ich zwar nicht sehr nah heran, aber dafür konnte ich den Spirit der Kultur umso stärker spüren. Eine großartige Erfahrung! Danach sollte es eigentlich direkt weiter gehen zum Tegenungan Waterfall. Leider dämmerte es aber schon fast und mein Fahrer wollte mich lieber noch seinem Bekannten vorstellen, welcher im Daging Wood Carver imposante Holzskulpturen herstellt. Natürlich war das alles gut durchdacht, damit ich möglichst dort auch nochmal mein Portemonnaie zücke. Als ich dann endlich am Wasserfall ankam war es schon so spät, dass ich ihn nur noch von weiten anschauen und nicht mehr hinuntersteigen konnte. Das blieb dann auch der einzige Wasserfallbesuch meiner Reise. So sehr bedauere ich das aber eigentlich auch gar nicht so sehr, denn dafür habe viele andere großartige Sachen gemacht, die ich vorher noch gar nicht auf dem Schirm hatte. Ein ereignisreicher Tag neigte sich dem Ende zu.
Vorbei war er aber noch nicht. Nach einer kurzen
Entspannungsrunde im Pool durchkämmte ich zusammen mit fünf anderen Reisenden
aus Deutschland die Bars von Ubud. Nach dem
wohl ausgiebigsten Dinner meiner Reise im Warung Makan Bu Rus, welches
umgerechnet trotzdem nur 10€ gekostet hat, lauschten wir coolen Reggae-Klängen
in der Bamboo Bar, tranken traditionell balinesischen Arak und tauschten uns
über unsere Erlebnisse und weiteren Plänen aus. Für mich und eine meiner neuen
Bekanntschaften ging es weiter nach Nusa Penida.
| Hafen von Nusa Penida |
Über ihren Homestay-Father buchten wir das Taxi zum Port
Kodang Sesetan, die einstündige Überfahrt mit der Fähre und die Unterkunft auf
der Insel. Erstaunlich wie wir schon während der Bootstour beobachten konnten,
wie das Wasser immer türkiser wurde. Die Paradis-Strände rückten spürbar näher.
Das Homestay war jedoch weniger idyllisch. Ein Zimmer aus Betonwänden und ohne
Fenster kam für uns nicht in Frage. Auch, wenn wir nur die Nächte dort verbringen
würden wollten wir uns dennoch wohl fühlen. Also wurde umgebucht in die Full
Moon Bungalows und das sollte noch ein riesiger Glücksfall werden denn zu der
Anlage gehört auch die Full Moon Bar und dort trat abends Tony mit seiner Band
auf. Tony, ein 1a Bob Marley Double, begleitete jeden unserer Abende auf der
Insel mit seiner außergewöhnlich tollen und gefühlvollen Stimme, seiner
unglaublichen herzlichen und liebenswürdigen Erscheinung und seiner inspirierenden
Art und Weise Glück im Leben zu finden, ohne dafür viel besitzen zu müssen. Die
Begegnung mit ihm ist und bleibt die tollste Erfahrung meiner gesamten Reise,
für die ich unheimlich dankbar bin. Schon erstaunlich, wie sehr ein Mensch
einem in so kurzer Zeit ans Herz wachsen kann. Nach dem Auftritt von Tony an
unserem ersten Abend wurden wir von seine Bandkollegen noch zum Jammen am
Strand eingeladen. Ausgerüstet mit Gitarre und Cajon sangen wir sowohl zu den
Klassikern wie Country Roads, natürlich in der Reggea Version, als auch zu den
größten Liebesschnulzen von Ed Sheeran. Mit den Wellen im Hintergrund und dem
Sternenhimmel über uns war in diesem Moment das gesamte Ambiente einfach nur perfekt,
das perfekte Inselfeeling. Wieder zurück in unserem Bungalow wurde das
Inselfeeling dann aber doch etwas zu authentisch. Mit einer handgroßen
Dschungelspinne im Zimmer konnten wir dann doch nicht beruhigt einschlafen.
Glücklicherweise erwiesen sich die Musiker noch als ausgezeichnete
Spinnenjäger. Nachdem wir uns dann einen Schutz aus einem Moskitonetz und
meinem Kamerastativ über unser Bett zusammengeschustert hatten entschieden wir
uns dann doch am nächsten Tag das Quartier noch einmal zu wechseln. Diese dumme
irrationale Angst vor Spinnen hat leider gesiegt :D
Nichts desto trotz, in unserer neuen Unterkunft, dem Welcome
Inn haben wir uns einfach wohler gefühlt. On Top war hier, dass uns der
Besitzer jegliche Fahrten über die Insel organisierte. Die wichtigste Route war
natürlich die, die uns abends wieder zur Full Moon Bar führte. Direkt neben
unserem Homestay war das Poolside Cafe, welches nicht nur durch das großartige
Ambiente, sondern auch durch die überaus leckeren und frischen Gerichte
überzeugte. Von Chia-Avocado-Choco-Smoothie-Bowls über das leckerste vegane
Curry bis hin zur Whole Green Coconut mit Drachenfrucht-Eisstäben.
Selbstverständlich wurde das hier zu unserem Stammlokal, wir hätten uns ja am
liebsten durch die ganze Karte geschlemmt. Nachdem wir die erste Nacht in
unsere neuen, „sicheren“ Unterkunft verbracht hatten ging es am nächsten Morgen
auf zur Crystal Bay. Wir, mittlerweile zu viert (Meine Bekanntschaft aus Ubud
und ein deutsches Pärchen) verbrachten dort den ganzen Tag bis zum traumhaften
Sonnenuntergang.
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| Sonnenuntergang bei der Crystal Bay |
Das Highlight dieser Location ist nämlich der riesige
maulwurfförmige Felsen mit Loch im Wasser. Geht die Sonne an diesem Strand
unter so verläuft sie direkt durch dieses Loch und das sieht so spektakulär
aus! Abgesehen davon war der Strand ein typischer Badestrand wobei es uns die
scharfen Korallen nicht besonders leicht gemacht haben ins Wasser zu kommen. Als
wir es dann aber geschafft hatten konnten wir uns schon ein erstes Bild davon
machen, was uns wohl bei einem noch kommenden Schnurchelausflug erwartet. Diese
bunte Unterwasserwelt ist wirklich unbeschreiblich. Als die Ebbe dann kam
konnten wir auf eine erste Entdeckungstour gehen und nicht nur die vielen
kleinen Tierchen beobachten, welche sich dort so tummelnden, sondern auch einen
Local der eine Wasserschlange oder Aal (wir waren uns nicht so ganz sicher)
fing. Der Gedanke, dass wir gerade noch mit so etwas dort schwimmen waren, war
schon etwas komisch :D
Am Abend ging es natürlich wieder in die Full Moon Bar. Nach
ausgelassener Tanzeinlage mit einer Gruppe Amerikanern machten wir mit Tony
eine Tour für den nächsten Tag aus. Er wollte uns die schönsten und
sehenswertesten Orte von Nusa Penida zeigen. Die Vorfreude mit ihm den ganzen
Tag zu verbringen war riesig! Früh um 8 ging es los, er holte uns direkt vom
Homestay ab. Der Kelingking Beach war unsere erste Station. Diesen konnten wir,
wie die anderen Orte auch, nur über Straßen erreichen, die den Namen Straße
eigentlich nicht verdient hatten. Es wurde eine richtige Achterbahnfahrt. Dort
angekommen waren wir mal wieder sprachlos.
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| Kelingking Beach |
Der Blick auf die Felsformation, die
an den Kopf eines Dinosauriers erinnerte in türkis blauem Wasser war wirklich
unglaublich und der Abstieg ein richtiges Off Road-Trip. Gefühlt ging es 180
Grad nach unten teilweise noch über so etwas wie Stufen aber größtenteils über
Steine und losem Geröll. Das hat so Spaß gemacht! Oben wieder angekommen wurden
wir von neugierigen Affen beäugt u.a. einer Affenmama dir ihr Baby säugte. Das
war so ein schönes Bild und wahrscheinlich auch das tollste Foto, dass ich
jemals geschossen habe😊.
Vor lauter Rührung so abgelenkt hat es doch
ein anderer Affe geschafft, mir die Sonnenbrille zu stibitzen, aber ihm stand
sie auch wirklich besser als mir. Bevor wir weiter fuhren führte uns Tony an
eine etwas abgelegener Stelle auf dem Felsen von wo aus wir eine großartige
Aussicht auf den Ozean hatten. Dort gönnten wir uns eine kurze Pause auf
Rastafari-Art. Unser nächstes Ziel war der Broken Beach. Auch da war es gar
nicht so einfach hinzukommen. Wenn einem auf so engen „Straßen“ auf denen man
es schon mit einem Auto schwer hatte, weil auf beiden Seiten der Abgrund wartet
auch noch welche entgegenkommen muss man als Fahrer schon echtes
Fingerspitzengefühl beweisen. Tony meisterte das mit Bravour. Er war sogar noch
in der Lage uns mit seinen Gesangseinlagen und Geschichten über sich und die
Insel zu unterhalten. Der Broken Beach war nicht weniger atemberaubend als die Location
davor. Durch eine Art natürliche Brücke wird diese leuchtend blaue Bucht vom
Meer getrennt. Es war schon ein spektakuläres Schauspiel die Wellen, die sich
in dieser Bucht gebrochen, sie gefüllt und fast wieder entleert haben, zu
beobachten.
Und noch ein Highlight: Wir haben über die Bucht hinaus im Meer
tatsächlich ein Gruppe Delphine entdecken können 😊. Gleich neben dem Broken Beach war der
Angels Billabong. Ein natürlicher Infinity Pool. Je nach Gezeiten ist es dort
sogar möglich baden zu gehen, aber leider waren wir zur falschen Zeit dort.
Nicht desto trotz, es sah auch von außen unglaublich schön aus. Was die Natur
nur so alles schaffen kann.
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| Diamond Beach |
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| Mein neuer Bruder Tony *-* |
Hier war unser primäres Ziel einen Schnurchelausflug zur
Manta Bay zu machen. Leider aber hatten wir nicht das Glück dort auch Manta Rochen
zu sehen aber gelohnt hat sich die Tour dennoch. Die farbenfrohe
Unterwasserwelt ist hier schon überaus bemerkenswert und wunderschön. Am Nachmittag
fuhren wir noch mit den Rollern zum Mangrove Forrest um einer Kanu Tour zumachen
und hier hat man sich wirklich gefühlt wir im Amazonas. Es war großartig! Nur
wurden wir von der Ebbe überrascht und so mussten wir mehrmals aus den Booten austeigen,
um uns aus dem Schlamm zu schieben. Da hätte uns ja mal jemand vorwarnen können
:D
Am Abend planten wir im Green Garden Restaurant unsere Weiterreise auf die
Gillis, genauer: Gilli Air.
Mit der Fähre waren wir Innerhalb von knapp drei Stunden und
mehreren Zwischenstopps auf den anderen Gilli Inseln, Gilli Meno und Gilli
Trawangan, endlich angekommen. Jede Insel hat hier einen anderen Ruf. Gilli
Meno ist die Honeymoon-Insel, Gilli Trawangan die Party-Insel und Gilli Air die
Chiller-Insel und ich bin wirklich froh, dass wir uns diese herausgesucht haben.
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| Hafen von Gili Air |
Am Hafen angekommen konnten wir die gesamte Insel bis zu unserem Homestay, dem
Bintang Tiger, innerhalb von 20 Minuten zu Fuß überqueren. Unsere Bungalows waren
wirklich unmittelbar am Meer so konnten wir jeden Tag direkt am Strand im
Homestay-eigenen Restaurant frühstücken. Die Insel hier hatte ihren Ruf zu Recht.
Es war so entspannt hier. Die Menschen, die hier leben uns arbeiten hatten
permanent ein Lächeln auf den Lippen. Es war wirklich wie in einer anderen Welt
hier. Eine friedliche, freundliche Welt, frei von jeglichen Sorgen und Problem.
Definitiv ein Ort, an dem sich Leben leicht anfühlt. Leider hatte ich hier nur
noch drei Tage, dann musste ich zurück nach Bali, denn die Reise näherte sich
langsam dem Ende. Es war auf jeden Fall die beste Entscheidung meine letzten
Tage hier zu verbringen und einfach mal nur am Strand zu relaxen, zu genießen,
die bisherige Reise Revue passieren zu lassen und dankbar zu sein, für alles
was man erlebt hat und besonders auch für mein letztes Highlight: Einen Ausflug
wollten wir noch machen und zwar zur Turtle Bay und der hat sich so richtig gelohnt!
Wir hatten tatsächlich das Glück beim Schnurcheln riesige Schildkröten zu sehen
und wirklich Seite an Seite mit ihnen schwimmen zu können. Es war so
unglaublich! Es war wirklich, als würden wir diese wunderschönen Tiere für
einen Moment in ihrer Welt besuchen, die Welt aus ihren Augen sehen. Dieses Erlebnis
war so wunderschön und ein perfekter Abschluss.
Die Überfahrt nach Bali trat ich wieder allein an. Für die letzten
zwei Tage ging es nochmal nach Ubud. Schließlich hatte ich noch eine Yoga- Stunde
im Ubud Yoga House offen, das Jungle Yoga mit… Natürlich wollte ich auf dem Ubud Market noch
das ein oder andere Mitbringsel besorgen. Das hatte ich mir bewusst bis zum
Ende der Reise aufgehoben um nicht mit mehr Gepäck als nötig herum zu reisen. Nachdem
ich nochmal ein paar der von Mady Morrison zu Recht empfohlenen Restaurant und
Warungs, u.a. dem Sayuri Healing Food und dem Seeds of Life abgeklappert habe
gönnte ich mir noch eine Original balinesische Massage. Und dann brach auch
wirklich schon der Tag der Abreise an. Viel viel zu früh. Natürlich griff ich für
die Fahrt zum Flughafen wieder auf meinen Freund Deva zurück der mich sogar noch
bis zum Check- In brachte. Ein toller Mensch!
Im Flugzeug hat sich alles noch ganz unwirklich angefühlt.
Habe ich das alles wirklich erlebt? Ist die Reise wirklich schon vorbei? Wie
lange werde ich den Ort hier nicht wiedersehen? Ich habe da schon angefangen, das
Leben hier zu vermissen. Drei Wochen sind einfach wirklich zu wenig. Meine nächste
Reise hier her plane ich definitiv länger und dass es eine nächste geben wird
ist klar. Am liebsten so schnell wie möglich. Wieder in Deutschland angekommen
fühlt es sich einfach so an, als fehlt etwas, als wäre ein Teil von mir dortgeblieben
und solange ich hier bin, bin ich nicht ganz vollständig. Heißt also, es wird
wieder gespart sofern das jetzt während dem Studium möglich ist :D
Das nächste Mal soll es aber nicht primär Bali sein,
außer für das Yoga Teacher Training. Ich möchte noch mehr die umliegenden
Inseln erkunden und vor Allem mehr Zeit auf Nusa Penida verbringen. Das ist
mein Ziel. Darauf arbeite ich hin, denn es vergeht kein Tag, an dem ich nicht
an das Leben, an die großartige Zeit, an die wundervollen Menschen hier in Indonesien
denke und mich dahin zurückwünsche! Diese Reise anzutreten war definitiv die
beste Entscheidung meines Lebens!![]() |
| Sonnenuntergang auf Gili Air, mit Blick auf Gili Meno, Gili Trawangan und dem Mount Agung auf Bali |
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| Mount Batur |
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| Pura Tirta Empul |
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| Diamond Beach |
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| Tegallalang Rise Terrace |
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| Abschiedsbild mit Tony |
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| Kelingking Beach |
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| Saraswati Temple |



























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