Lieblingszitat des Monats

"Wenn du hoffnungslos bist, wird es auch garantiert keine Hoffnung geben. Wenn du aber an ein Verlangen nach Freiheit glaubst und dass nichts so bleiben muss wie es ist, dann kannst du vielleicht dazu beitragen unsere Welt zu verbessern."

-Noam Chomsky


Love, love, love...

Ein Jahr Pause nach dem kurzen Debüt, aber vielleicht wird es jetzt wieder regelmäßiger, wobei das gar nicht mein Ziel ist. Nach so viel Feedback ist es gar nicht so leicht, zu entscheiden, über welches Thema ich schreiben möchte. Oft wurde ich nach dem Thema Liebe gefragt. Liebe, WOW, was für ein tolles Thema, aber auch anspruchsvoll und tief greifend, dachte ich. Aber eigentlich ist es doch ganz einfach.  Wenn ich über das Thema Liebe schreibe, kann ich doch niemals allgemein darüber schreiben, kann ich niemals etwas allgemein Gültiges, Bekanntes schreiben. Denn Liebe ist doch immer etwas Subjektives. Etwas, das für jeden etwas vollkommen anderes sein kann. Also kann ich nur darüber schreiben, was es für mich ist, wie ich sie erlebe, was ich fühle, und dann wird es auf einmal ganz einfach.

Nun, wenn ich an Liebe denke, ist dieser Begriff für mich immer gleichzusetzen mit der bedingungslosen Liebe. Also der Art von Liebe, die eine Mutter für ihr Kind hat. Bedingungslos, das heißt für mich einen Menschen zu lieben ohne, dass dieser bestimmte Bedingungen, Voraussetzungen oder Anforderungen erfüllen muss. Ich liebe diesen Menschen dann, um seiner selbst wegen. Nicht auf Grund dessen, was er macht oder eben auch nicht. Da gehe ich ganz mit der Floskel mit "Es geht um die inneren Werte". Wobei ich das Wort Werte dabei unpassend finde. Es geht nicht um die inneren Werte sondern um das innere Sein, dass was ich spüre und sehe wenn ich einem anderen Menschen in die Augen sehe. Fühle ich mich bei ihm wohl, geborgen, sicher, geliebt, zuhause, dann liebe ich diesen Menschen.  Dann liebe ich doch was er ist, sein inneres. Was sein Inneres in meinem inneren auslöst. Das, was dahinter steckt. Nicht die Fassade, aufgebaut aus Handlungen, die gut oder schlecht sein können.

Darum geht es meiner Meinung nach bei der Liebe nicht. Liebe ich einen Menschen, so kann er tun und lassen was er will. Deswegen werde ich ihn nicht weniger lieben. Passiert das, lasse ich mich davon beeinflussen, ob er beispielsweise bestimmte Bedingungen nicht erfüllt, die mir vielleicht wichtig sind und liebe ich den Menschen dadurch weniger, so ist es, denke ich, keine echte, authentische Liebe. Ist die Liebe so, wie ich sie beschrieben habe, dann kann sie eben auch qualvoll, schmerzhaft sein. Wenn man einen Menschen liebt, der Dinge tut, die einem weh tun, aber man kann nicht aufhören ihn zu lieben, weil die Lieben bedingungslos ist, dann ja, dann ist sie sehr qualvoll.  Aber auch diese ist echt, zumindest nach meiner Auffassung. Vielleicht schafft man es aber auch, das als Fassade zu sehen. Viele Dinge die getan oder gesagt werden um einen anderen Menschen zu verletzen sind meist gar nicht direkt an ihn gerichtet. Sondern sind alte Emotionen, alte Wut, alte Angst, alte Verzweiflung. Emotionen, aus alten Beziehungen, aus der Kindheit, aus der Familie. Unverarbeitete Emotionen. Emotionen, die man normalerweise verdrängt, unterdrückt, weil man nicht weiß wohin damit. Aber lernt man dann einen Menschen kennen, den man liebt, bedingungslos und der dies erwidert, hat man vielleicht keine Barriere, keine Angst mehr, diese Emotionen rauszulassen. Das traurige daran ist nur, dass die absolut falsche Person damit konfrontiert wird. Die Person, die mit diesen Emotionen doch rein gar nichts zu tun hat oder etwas dafür kann. Dann kann es auch passieren, dass diese bedingungslose Liebe ausgenutzt wird. Man denkt "Bei ihm/ihr kann ich es ja ruhig rauslassen, er/sie sagt doch, dass die Liebe bedingungslos ist, also wird er/sie auch nicht weg gehen, auch wenn ich es fälschlicherweise an ihm/ihr rauslasse."  Und damit hat man Recht. Man wird nicht gehen. Aber meiner Meinung nach hat man ein Stück weit Verantwortung für den anderen Menschen. Wenn man schon das Glück hat, und ich denke, das ist selten, dass man den gleichen Menschen bedingungslos liebt, der das auch erwidert, sollte es wichtig sein, darauf zu achten, den anderen nicht unter sich leiden zu lassen oder ihm zumindest die Möglichkeit und die Skills zu geben, hinter diese Fassade von alten Emotionen schauen zu können. Diese Emotionen überhaupt als Fassade kenntlich zu machen. Und das ist harte Arbeit, sowohl für denjenigen, der die Emotionen hat, als auch für den, der diese nicht persönlich nehmen, auf sich beziehen soll, sondern sie als Fassade sehen soll. Aber gelingt dies, so denke ich, dass die bedingungslose Liebe zwischen diesen beiden Menschen, das atemberaubendste, schönste und harmonischste Erlebnis sein kann, welches die beiden zusammen erleben können. Dann können sich die beiden nämlich trotz Liebe, trotz Beziehung frei fühlen. Zusammen frei sein. Dann liebt man sich, weil man den anderen wirklich sieht, sieht hinter der Fassade. Man muss keine Angst mehr haben, dass der andere irgendwann weg sein wird. Man muss keine Angst mehr haben, die Anforderungen irgendwann nicht mehr erfüllen zu können, keine Angst davor, Fehler zu machen. Man kann sein, wer man ist, weil der andere einen genau deswegen liebt. Und wie ich schon sagte, so lange man das nicht ausnutzt und ein klein wenig auf den anderen achtet, dann ist Liebe nicht qualvoll. Dann ist Liebe das schönste, was es auf der Welt gibt!


Kommentare

Nicht unfehlbar

Auf dieser Seite schreibe ich einfach nur wild drauf los, schreibe auf, was gerade in meinem Kopf so herumfliegt. Also achte ich weder auf Rechtschreibung noch auf Ausdruck, denn darum geht es nicht. Also seid nachsichtig, es geht lediglich um Gedankengut, bei dem ich schon froh bin, dies überhaupt auf Papier zu bringen. ;)